Was der Plush Flower Market von CPB über Gifting- und GWP-Strategien in der Beauty-Branche verrät
- Annie Zhang

- vor 5 Stunden
- 5 Min. Lesezeit

Wenn ich mit Beauty-Teams in den USA und Europa spreche, taucht immer wieder dieselbe Herausforderung auf:
Man kann sehr viel Budget in eine visuell beeindruckende Aktivierung investieren und trotzdem am Ende nur Inhalte erzeugen, die 48 Stunden gut aussehen, aber keinen nachhaltigen Platz im Leben der Kundinnen und Kunden finden.
Genau deshalb verdient der „Flower Market“ von Clé de Peau Beauté (CPB) in Zusammenarbeit mit dem Künstler Cj Hendry eine ernsthafte, branchenbezogene Analyse. CPB hat hier nicht einfach einen Pop-up umgesetzt. Das Team hat eine Erfahrung geschaffen, bei der das Mitnahmeobjekt – eine Plüschblume, inspiriert von der Radiant Lily und dem Launch von The Serum – zu einer physischen Erinnerung wurde, die die Besucher mit nach Hause nahmen.
Ich schreibe diesen Artikel aus der Perspektive der Gifting- und Produktionskette.Mein Ziel ist es, einen viralen, ästhetisch starken Moment in ein reproduzierbares Gifting-System zu übersetzen, das Beauty-Marken kanalübergreifend in Retail, DTC und PR umsetzen können, ohne dabei Qualität, Kosten oder Zeitpläne aus dem Blick zu verlieren.
Wenn Sie eine kompakte, intern weiterleitbare Version dieses Playbooks möchten, schreiben Sie mir gern ansales@sweetie-group.comund teilen Sie mir Ihren Kanalmix mit (DTC, Warenhaus, Fachhandel).
Warum diese Aktivierung die Beauty- und Gifting-Branche aufhorchen ließ
Von außen betrachtet wirkte der Flower Market wie eine Traumwelt: ein Gewächshaus voller Plüschblumen.Aus Branchensicht war es jedoch etwas sehr Konkretes.
Erstens: ein groß angelegtes, sofort wiedererkennbares visuelles System.Ein Gewächshaus mit einer Fläche von etwa 120 × 40 Fuß, gefüllt mit rund 100.000 Plüschblumen, lässt sich kaum übersehen.
Zweitens: eine klar partizipative Mechanik.Besucher konnten ihr eigenes Bouquet zusammenstellen und eine Plüschblume mitnehmen. Das Erlebnis endete also nicht am Ausgang, sondern setzte sich im Alltag fort.
Drittens: eine saubere Übersetzung der Markenstory.CPB verknüpfte die florale Welt konsequent mit der Radiant Lily und der Einführung von The Serum. Die visuelle Inszenierung stand damit nicht losgelöst vom Produkt, sondern unterstützte dessen Bedeutung.
Wichtig ist auch, dass diese Aktivierung nicht als einmaliger kultureller Moment behandelt wurde.Das Konzept kehrte als Flower Market 2.0 im Rockefeller Center im September 2025 zurück. Das ist ein klares Signal dafür, dass dieses Format als langfristiger Markenwert verstanden wird und nicht nur als kurzfristiger Trend.
Was CPB konkret umgesetzt hat: eine sachliche Einordnung
Für die interne Abstimmung lässt sich der Flower Market wie folgt zusammenfassen:
Marke + Künstler: CPB arbeitete mit dem Künstler Cj Hendry im Rahmen des Projekts „Flower Market“ zusammen.
Physisches Format: Gewächshausinstallation auf Roosevelt Island mit rund 100.000 individuell gefertigten Plüschblumen (ca. 120 × 40 Fuß).
Markenanker: Inspiration durch die Radiant Lily, kommuniziert als neuer Inhaltsstoff von The Serum.
Partizipation: Besucher stellten eigene Bouquets zusammen; die Plüschblume fungierte als Erinnerungsstück.
Digitale Erweiterung: Virtueller Flower Market mit Personalisierungsoptionen, um die Teilnahme über New York hinaus zu ermöglichen.
Das ist die faktische Grundlage.Der eigentliche Mehrwert liegt jedoch darin zu verstehen, warum dieses Konzept funktioniert hat und wie sich die Mechanik übertragen lässt, ohne die Ästhetik zu kopieren.

Drei zentrale Mechanismen hinter dem Erfolg des Plush Flower Market
1) Abstrakte Produktversprechen in ein physisches Erinnerungsobjekt übersetzen
Beauty-Marken verkaufen Wirkversprechen, die sich nicht in einem Moment überprüfen lassen: Strahlkraft, Regeneration, Festigkeit oder Schutz der Hautbarriere.
Der entscheidende Schritt von CPB bestand darin, die „Radiant Lily“ als etwas erlebbar zu machen, das man anfassen, halten und sichtbar platzieren kann – und nicht nur als Text auf einer Verpackung wahrnimmt.
Übertragbar auf andere Marken bedeutet das:
Ein zentrales Wirkversprechen definieren (Glow, Beruhigung, Feuchtigkeit, Repair).
Dieses in ein einziges Objekt mit einem klaren sensorischen Merkmal übersetzen (Weichheit, Gewicht, Textur, Farbfamilie).
Das Objekt so gestalten, dass es sichtbar im Alltag platziert wird (Schminktisch, Schreibtisch, Regal).
Ein solches Mitnahmeobjekt verlängert eine Kampagne in den Alltag hinein, ohne zusätzliche Medienkosten zu verursachen.
2) Giveaways als System gestalten, nicht als kostenlose Beigabe
Nach meiner Erfahrung scheitern GWP-Programme häufig aus einem einfachen Grund:Geschenke werden als „kostenloses Extra“ behandelt und nicht als kontrolliertes System.
Der Flower Market zeigt, dass Gifting als Erlebnis gestaltet werden kann:
Das Geschenk ist Teil der Markenstory.
Kundinnen und Kunden empfinden es als verdient, nicht als beliebig.
Der Moment ist von Natur aus teilbar.
Gerade im Premium-Beauty-Segment ist das entscheidend, da „kostenlos“ hier schnell den wahrgenommenen Wert senken kann.Die Lösung besteht nicht darin, auf Geschenke zu verzichten, sondern ihre Bedeutung zu erhöhen.
3) Physische Aktivierungen in langfristige Markenerinnerung überführen
CPB verließ sich nicht allein auf Laufkundschaft. Sowohl Berichterstattung als auch eigene Materialien verweisen auf eine digitale Erweiterung, die zusätzliche Teilnahme ermöglichte.
Unabhängig vom technischen Umfang ist das Prinzip klar:
Teilnahme über den physischen Ort hinaus ermöglichen.
Einen klaren Anreiz zur Anmeldung schaffen (Personalisierung, limitierte Editionen, VIP-Zugänge).
Digitale und physische Ebene über dasselbe Symbol verbinden.
So wird aus einer Aktivierung ein nachhaltiger Markenwert und nicht nur ein Wochenend-Event.
Wenn Sie Unterstützung bei der Übersetzung Ihrer Produktstory in ein skalierbares GWP-Objekt suchen, schreiben Sie mir gern ansales@sweetie-group.com.

Was dieser Case aus Sicht von Gifting und Supply Chain zeigt
Hier unterschätzen viele Teams den tatsächlichen Aufwand.
Eine Plüschblume, die auf Social Media perfekt aussieht, ist nicht automatisch ein gutes GWP. Erfolgreiche Marken behandeln solche Geschenke wie ein Produktprogramm mit klaren Kontrollen:
Konsistenz: Farbtreue und Chargenstabilität sind entscheidend.
Haptik: Stoffwahl, Nähte und Verarbeitung sind markenrelevant.
Verpackung: Store-Übergabe und E-Commerce-Versand stellen unterschiedliche Anforderungen.
Timing: Rückwärts geplante Muster- und Produktionsprozesse sind essenziell.
Aus Beschaffungssicht lautet die Kernfrage nicht:„Ist es hübsch?“Sondern:„Können wir es in dieser Qualität, Menge und Zeit liefern, ohne die Marke zu gefährden?“
Praktische Checkliste für Beauty-Marken bei der Planung von GWPs
Qualität und Konsistenz
Gibt es einen freigegebenen Farbstandard (Pantone oder Referenzmuster)?
Wie ist der Plan zur Chargenkontrolle (AQL, Rückstellmuster)?
Welche Tests belegen Haltbarkeit und Formstabilität?
Bei Plüsch: Wie wird Faserverlust kontrolliert?
Sicherheit und Handel
Materialdeklarationen und Rückverfolgbarkeit vorhanden?
Geruchs- und VOC-Kontrolle berücksichtigt?
Kennzeichnungspflichten geklärt?
Verpackung und Logistik
Hochwertiger Eindruck bei Übergabe im Store?
E-Commerce-Verpackung für Druck und Falltests ausgelegt?
Schutz der Form bei Volumenversand gesichert?
Zeitplanung
Klarer Prototypen- und Freigabezeitplan?
Puffer für ungeplante Korrekturen eingeplant?
Transportplanung an Retail-Terminen ausgerichtet?
Übertragung in skalierbare Beauty-Gifting-Programme
Ich arbeite hier gern mit einem Modell aus einer Idee und drei Umsetzungsebenen:
Programmtyp | Einsatzbereich | Optimierungsschwerpunkt | Typisches Risiko |
Counter / In-Store GWP | Warenhäuser, Fachhandel, Pop-ups | Sofortige Freude, einfache Übergabe | Verpackung und Nachschub unterschätzt |
Set / Bundle Gifting | DTC, Launch-Sets, Saisons | Versand, Unboxing, Story-Insert | Geschenk ohne Bezug zum Produkt |
VIP / PR Gifting | Influencer, Presse, Top-Kunden | Sammlerwert, Premium-Materialien | Überdesign, verpasste Timelines |
Plüschblumen überzeugen durch Weichheit, Komfort, Skalierbarkeit und Teilbarkeit.
Konservierte Blumen stehen für Glaubwürdigkeit, Langlebigkeit und Premium-Anmutung.
Die stärksten Programme kombinieren beides gestaffelt. Schreiben Sie mir gern an sales@sweetie-group.com mit Ihrem Launch-Termin, der geplanten Stückzahl und Ihrem Kanalmix.

Warum Plüsch- und konservierte Blumen langfristige Werkzeuge werden
Geschenke sind kein Beiwerk mehr, sondern Teil der Markenstory.Langlebigkeit gewinnt an Bedeutung.Emotionale Geborgenheit ist ein globaler Kaufimpuls.
Der Flower Market hat diese Entwicklung sichtbar gemacht, indem er eine botanische Geschichte in etwas Greifbares und Sammelbares übersetzt hat.
Eine Anmerkung aus Sicht von Gifting und Produktion
Bei Sweetie-Gifts unterstützen wir Marken, die emotionales Gifting umsetzen möchten, aber Wert auf Umsetzbarkeit legen.
Das bedeutet:
Markenstories in physische Geschenkobjekte übersetzen
Schnelles Prototyping mit klaren Freigaben
Verpackungen kanalgenau entwickeln
Produktion mit Chargenkontrollen absichern
FAQ
Ist Plüsch für Luxury Beauty zu verspielt?
Nein, wenn Materialwahl, Farbkonzept und Verpackung konsequent umgesetzt sind.
Plüsch oder konservierte Blume als GWP?
Plüsch eignet sich für Reichweite und Skalierung. Konservierte Blumen für VIP- und PR-Gifting. Viele Marken kombinieren beide.
Wie früh sollte geplant werden?
Je früher, desto stabiler Qualität, Freigaben und Liefertermine.
Ist Individualisierung möglich?
Ja. Farbkontrolle, Verarbeitung, Inserts und Verpackung entscheiden darüber, ob ein Geschenk markengerecht wirkt.
Wenn Sie beim Flower Market denken, dass genau diese emotionale Wirkung auch für Ihre Marke relevant wäre, liegen Sie richtig. Entscheidend ist, Gifting als System zu denken und nicht als kurzfristige Beigabe.
Schreiben Sie mir jederzeit an sales@sweetie-group.com.
CEO of Sweetie Group










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